Privat-Raumkapsel holt Müll von der Raumstation ISS

Washington. Nach drei Wochen hat die private Raumkapsel „Cygnus“ die Internationale Raumstation (ISS) am Dienstag wieder verlassen. Die Astronauten koppelten den unbemannten Transporter mithilfe eines Roboterarms von der ISS ab, wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa mitteilte. Der Transporter des US-Unternehmens Orbital Sciences wurde mit Müll und nicht mehr benötigten Ausrüstungsgegenständen beladen und soll an diesem Mittwoch bei seinem Wiedereintritt in die Erdatmosphäre über dem Pazifik verglühen.

„Cygnus“ war am 18. September vom Raumfahrtzentrum Wallops im US-Bundesstaat Virginia mit einer Trägerrakete vom Typ „Antares“ zu seinem Jungfernflug ins All gestartet. Die ISS erreichte der Transporter am 29. September wegen technischer Schwierigkeiten mit einer Woche Verspätung. An Bord befanden sich 590 Kilogramm Nahrungsmittel, Kleidung und andere Fracht für die ISS-Besatzung. Mit der Mission sollte überprüft werden, ob „Cygnus“ problemlos an der ISS andocken kann.

Die Nasa verfügt seit der Einstellung ihres Shuttle-Programms 2011 nicht mehr über eine eigene Weltraumflotte. Orbital Sciences ist neben SpaceX eine von zwei privaten US-Firmen, die nun für die Nasa Nachschub zur ISS bringen sollen.

SpaceX hatte im Mai 2012 Geschichte geschrieben, als seine unbemannte Raumkapsel „Dragon“ als erstes privates Raumschiff an die Raumstation ISS andockte. Bislang absolvierte der Raumtransporter von SpaceX drei Flüge zur ISS. Anders als „Cygnus“ kann „Dragon“ Fracht von der Raumstation auch wieder auf die Erde zurückbringen.