Briten aßen 8000 Jahre vor den Franzosen bereits Froschschenkel

London. Froschschenkel gelten als typisch französische Delikatesse, entdeckt wurde sie aber offenbar vor mehr als 8000 Jahren im heutigen Großbritannien. In der Nähe des berühmten Steinkreises von Stonehenge im Südwesten Englands fanden Archäologen verkohlte Knochenreste aus dem Bein einer Kröte, wie die Universität von Buckingham mitteilte. Zubereitet wurde der Krötenschenkel demnach zwischen 6250 und 7596 vor Christus. Die Entdeckung sei „der älteste Nachweis eines gekochten Kröten- oder Froschschenkels weltweit“.

Der Knochen wurde bei einer Ausgrabung in Amesbury in Wiltshire gefunden. Dort stießen die Archäologen auch auf verkohlte Reste von Fischen und Auerochsen. Der Archäologe David Jacques geht davon aus, dass damals bei den Bewohnern neben Wildschwein und Rotwild auch Froschschenkel, Auerochsen, Lachse und Forellen auf dem Speiseplan standen – „und Brombeeren zum Nachtisch“.