Hamburger Tropeninstitut

Parasit aus Afrika erstmals in Deutschland nachgewiesen

Der Hundehautwurm Dirofilaria repens verursacht bei Menschen wandernde Schwellungen und Knoten auf der Haut, in seltenen Fällen auch Hirnhautentzündungen. Forscher sammelten rund 75.000 Stechmücken.

Hamburg. Wissenschaftler des Hamburger Tropeninstituts haben erstmals in Deutschland Larven eines Parasiten nachgewiesen, der bisher vor allem in Südeuropa, Afrika und Asien vorkommt. Die Forscher sammelten rund 75.000 Stechmücken an 55 Orten in neun deutschen Bundesländern. In drei Stechmückenarten aus Brandenburg fanden sie den Hundehautwurm Dirofilaria repens. Bei Menschen, die sich mit dem Erreger anstecken, kommt es meist nur zu wandernden Schwellungen und Knoten auf der Haut, in seltenen Fällen auch zu Hirnhautentzündungen. Infizierte Hunde zeigen oft keine Symptome, in Einzelfällen Juckreiz und Hautentzündungen.