Erdbeben-Spätfolgen

Haiti weiter fest im Griff der Cholera

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Während die westliche Welt mit der Finanzkrise beschäftigt ist, leidet Haiti unter einer schweren Cholera -Epidemie. Täglich 745 Neuerkrankungen.

Port-au-Prince. In Haiti wütet weiterhin die Cholera. Wie das Gesundheitsministerium des Karibikstaates nun bekanntgab, erkranken täglich 745 Menschen an der Seuche. Jeden Tag sterben im Schnitt sieben von ihnen. Seit dem Ausbruch der Seuche im Oktober des vergangenen Jahres sind nach diesen Angaben über 485 000 Menschen (Stand: 26. Oktober) erkrankt. Die Zahl der Toten stieg auf über 4700.

Haiti macht die Vereinten Nationen für die Krankheit verantwortlich, weil deren im Land stationierten Soldaten die Bakterien aus Nepal eingeschleppt haben sollen. Das ärmste Land Amerikas fordert von den UN eine Entschädigung von mehreren Millionen Dollar, wie die haitianische Regierung zu Beginn der Woche mitgeteilt hatte.

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Die Seuche war erstmals seit rund 100 Jahren wieder in Zentralhaiti aufgetaucht und hatte sich trotz massiver medizinischer Unterstützung internationaler Organisationen rasch im ganzen Land ausgebreitet.