Forscher suchen nach neuen Therapien gegen Gedächtnisstörungen

Kiel. Für das autobiografische Gedächtnis, in dem persönliche Erinnerungen zum Beispiel aus der Jugend und Kindheit gespeichert sind, spielt der Hippocampus eine zentrale Rolle. Darüber berichten Neurologen der Christian-Albrechts-Universität (Kiel) im Fachmagazin "PNAS" (Proceedings of the National Academy of Sciences).

Der Hippocampus gehört zu den ältesten Strukturen des Gehirns und sitzt jeweils in beiden Hirnhälften. Bereits bekannt war, dass er zu dem Teil des Gehirns gehört, welcher für den Transport der Informationen vom Kurzzeit- ins Langzeitgedächtnis verantwortlich ist. Die Kieler Forscher untersuchten nun Patienten mit vorübergehendem Gedächtnisverlust. Bei diesen Attacken verlieren sie über Stunden einen Teil ihrer autobiografischen Erinnerungen.

Mithilfe der Kernspintomografie ließ sich das gestörte Hirnareal im Hippocampus orten. Die Forscher erhoffen sich daraus ein besseres Verständnis von Gedächtnisstörungen und neue Therapieansätze.