Facharztklinik Hamburg eröffnet Schulterzentrum

Drei spezialisierte Orthopäden führen jährlich 700 Eingriffe durch

Hamburg. Für Patienten mit Verletzungen oder Verschleißerscheinungen an der Schulter hat die Facharztklinik Hamburg jetzt ein eigenes Zentrum eröffnet. "An unserer Klinik führen drei Orthopäden insgesamt 700 Operationen im Jahr an der Schulter durch. Damit sind wir nach Auswertung von Qualitätsberichten die Klinik in Hamburg, die am häufigsten solche Eingriffe vornimmt", sagt Dr. Torsten Hemker, Ärztlicher Geschäftsführer der Facharztklinik. Deswegen haben die Ärzte sich entschlossen, für diese Operationen einen Schwerpunkt einzurichten.

Das Spektrum der Erkrankungen, die dort behandelt werden, ist groß: "Am häufigsten sind Schulterengpässe", sagt Dr. Sönke Drischmann, einer der Leiter des Schulterzentrums. Dabei ist der Abstand zwischen Oberarmkopf und Schulterdach relativ eng, sodass der Schleimbeutel, der sich dort befindet, gereizt wird und sich entzündet. Häufig ist auch ein Einriss der Rotatorenmanschette, der Muskulatur, die das Schultergelenk umgibt. "Das kann man operieren und die Sehnen wieder zusammenfügen", sagt Drischmann.

Die Orthopäden versorgen auch Patienten, die sich das Schultergelenk ausgerenkt haben. Das Einrenken erfolgt meist bereits in einer Notfallambulanz. "Aber wir führen oft die Operation durch, bei der Risse der Gelenkkapsel und der Gelenklippe wieder zusammengenäht werden", sagt Drischmann. Und wenn Patienten mit einer weit fortgeschrittenen Arthrose des Gelenks zu ihnen kommen, setzen die Ärzte auch Endoprothesen ein.

Mit der Einrichtung des neuen Zentrums können sich jetzt Patienten mit Schulterproblemen direkt an die Klinik wenden. Sie bekommen einen speziellen Ansprechpartner und erhalten einen Termin in der Praxis. "Dort wird die nötige Diagnostik durchgeführt und entschieden, welche Therapie nötig ist", sagt Dr. Wolf Niedermauntel, einer der drei Orthopäden, die das Schulterzentrum leiten.

Die Operation wird in der Facharztklinik durchgeführt. Nach dem zwei- bis dreitägigen Klinikaufenthalt wird die Behandlung in der Praxis ambulant fortgesetzt, in Zusammenarbeit mit Physiotherapeuten, die sich mit der Behandlung von Schultererkrankungen besonders gut auskennen.