Gute Frage

Wie entsteht eine Fata Morgana?

Foto: picture-alliance/ ZB / Matthias Toedt /dpa

Dr. Alexander Löw, Max-Planck-Institut für Meteorologie, KlimaCampus:

Das Phänomen beruht auf einem Dichteunterschied in der Luft: Warme Luft ist weniger dicht (leichter) als kältere. Dies nutzen zum Beispiel Heißluftballone. Die Dichteunterschiede führen zu unterschiedlicher Brechung von Lichtstrahlen in Richtung der kälteren Luftschichten - die Strahlen werden abgelenkt. In der Wüste ist die Luft über dem heißen Sand besonders warm und kühlt nach oben hin ab; es kommt also zur Krümmung der Lichtstrahlen nach oben. Eine entfernt stehende Palme wirkt dadurch versetzt, sie kann sogar optisch auf dem Kopf stehen. Eine Fata Morgana ist jedoch keine optische Täuschung, sondern ein physikalisches Phänomen, das sich fotografieren lässt. Der blaue Himmel, der sich im Sand spiegelt, kann von durstigen Wüstendurchquerern jedoch als See oder Wasserquelle interpretiert werden.