Deutschland bewirbt sich um den Sitz des globalen Klimafonds

Berlin. Der Sitz des Grünen Klimafonds soll nach Wünschen der Bundesregierung Bonn werden: Das Bundeskabinett beschloss gestern, sich um den Sitz des internationalen Fonds zu bewerben. Erklärtes Ziel des "Green Climate Fund" ist es, arme Länder beim Klimaschutz und bei der Anpassung an die Erderwärmung unterstützen.

Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) sagte, der Klimafonds werde "ein zentraler neuer Baustein in der Architektur der internationalen Klimafinanzierung". Er solle baldmöglichst in einem Umfeld angesiedelt sein, in dem er wirkungsvoll und effizient arbeiten könne.

Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) betonte, Deutschland sei der zweitgrößte Klimafinanzierer weltweit. Sowohl finanziell wie auch inhaltlich habe das Land bewiesen, ein verantwortungswürdiger und verlässlicher Partner zu sein. Der Standort Bonn biete zudem die nötigen Vernetzungen mit vielen Organisationen, die im Umwelt- und Klimabereich tätig sind.

Der Grüne Klimafonds wurde 2010 auf der Weltklimakonferenz in Cancún (Mexiko) beschlossen, sein Aufbau auf der Klimakonferenz in Durban (Südafrika) im Dezember 2011 vorangetrieben. Das Geld für den Fonds soll sowohl aus den Haushalten der Industrieländer als auch aus privaten Quellen kommen. Er soll einen wesentlichen Teil der Klimafinanzierung umsetzen, die bis 2020 auf jährlich 100 Milliarden US-Dollar anwachsen soll.

Die Entscheidung über den zukünftigen Sitz des Klimafonds will die 18. Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmenkonvention (UNFCCC) Ende 2012 in Katar treffen.

( (epd/hpjn) )

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