Klimawandel

Eisflächen der Arktis schrumpfen - warmer Januar schuld

Im Februar überraschte eine Kältewelle Europa. Der Januar war allerdings sehr warm - und brachte große Mengen Meereis um den Nordpol zur Schmelze.

Bremerhaven. An eine Erderwärmung hat im Februar in unseren Breiten eigentlich niemand mehr geglaubt, so bitterkalt war es zeitweise. Dennoch ist das Meereis rund um den Nordpol ist erneut stark zurückgegangen. Die Satellitenmessungen ergaben im Januar den viertniedrigsten Wert bei der Eisbedeckung für diesen Monat seit Beginn der Beobachtungen 1979.

Sogar die sehr weit im Nordosten gelegene Karasee sei stellenweise eisfrei, was außergewöhnlich sei, sagte der Meereisphysiker des Alfred-Wegener-Instituts in Bremerhaven, Professor Rüdiger Gerdes, am Montag. „Es sind wirklich Gebiete eisfrei, die im langjährigen Mittel gesehen normalerweise bedeckt sind.“ Damit reihe sich der Januar 2012 in den Trend der vergangenen Winter, in denen die Eisfläche in der Arktis vergleichsweise gering gewesen sei.

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