Mittel zur Blutgerinnung kann Unfallopfer vor dem Verbluten retten

Düsseldorf. Unfallopfer mit schweren Blutungen könnten durch ein Medikament zur Förderung der Blutgerinnung gerettet werden. Entsprechende Präparate existieren bereits und sind kostengünstig. Ihre Wirksamkeit nach Unfällen hat jetzt eine britische Studie belegt. Untersucht worden sind Gesundheitsdaten von mehr als 20 000 erwachsenen Unfallpatienten in 40 Ländern. Aus dem Bericht im Fachmagazin "The Lancet" geht hervor, dass die sogenannte Tranexamsäure (TXA) das Risiko des Verblutens deutlich reduzieren kann. Befürchtungen von Ärzten, dass das Mittel Komplikationen wie Schlaganfälle und Herzinfarkte fördern könnte, haben sich nicht bestätigt. Die Forscher glauben, dass sich Tausende Leben durch die Blutgerinner retten lassen könnten. Weltweit verbluten pro Jahr nach Schätzungen mehr als 600 000 Unfallopfer