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Das Licht und der Rhythmus des Tages

In Jahrmillionen hat sich unser Organismus darauf eingestellt, dass sich das Sonnenlicht im Tagesverlauf ändert. Bei Sonnenaufgang ist das Licht schwächer und rötlich. Mittags wird das Licht heller und enthält mehr Blautöne.

Diese Veränderungen der "Farbtemperatur" werden in Kelvin (K) gemessen. Morgens gegen neun sind es um 4500 K, von elf Uhr an mehr als 6500 K. Nachmittags sinkt die Farbtemperatur dann wieder. Für unseren Körper ist dieser Wechsel ein Signal, dass die Nacht näher rückt.

Die übliche Beleuchtung von Großraumbüros und Fabrikhallen erreicht 2700 K oder 4000 K (Neonlampen), aber weder die Farbtemperaturen noch die Intensität des natürlichen Sonnenlichts.

Im Zusammenhang mit dem Licht bedeutet das: Unsere Körper werden im Büro auf Frühjahrsmüdigkeit eingestimmt. Gerade Energiesparlampen empfinden wir in der Regel als nicht hell genug.

Zwar haben einige Hersteller das Problem erkannt und (Glüh-)Lampen entwickelt, die ein tageslichtähnliches Farbspektrum aufweisen. Aber es wäre nun auch nicht im Sinne der inneren Uhren, Arbeitnehmer bis in den Abend hinein mit hellem Tageslicht zu beballern.

Das Uhrwerk unseres biologischen, sogenannten zirkadianen Rhythmus ist feiner und komplizierter, als Innenausstatter oft denken.

( (ju) )