Australien klagt in Den Haag gegen japanischen Walfang

Weil Japan immer noch Wale jagt, will die australische Regierung Anfang kommender Woche den Internationalen Gerichtshof in Den Haag einschalten. "Wir wollen, dass Wale nicht mehr im Namen der Forschung getötet werden", sagte Umweltminister Peter Garrett. Laut Außenminister Stephen Smith war es nicht möglich, trotz Gesprächen mit der Internationalen Walfangkommission (IWC) eine diplomatische Lösung zu finden.

Der japanische Fischereiminister Hirotaka Akamatsu nannte die Ankündigung "sehr enttäuschend". Der Walfang zu Forschungszwecken sei nach internationalen Regeln erlaubt. Trotz eines Moratoriums des IWC jagt Japan bis heute Wale. Tokio nutzt dabei eine Ausnahmeklausel, die den Walfang zu wissenschaftlichen Zwecken erlaubt. Das Fleisch der Tiere landet aber immer wieder in Restaurants des Landes.

Auch Norwegen und Island jagen die Meeressäuger, sie pochen auf ihre Tradition. Die IWC hatte im April einen neuen Kompromissvorschlag zum Walfang präsentiert. Danach sollen Japan, Island und Norwegen weiter jagen dürfen, müssen die Zahl der getöteten Tiere aber in den nächsten zehn Jahren deutlich reduzieren.

( (AFP) )

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