Berlin (dpa/tmn). Knusprige Panade außen, kurzfaserig innen und fast wie ein echtes Schnitzelchen: Können das die Veggie-Versionen leisten?

Wer den Geschmack von Schnitzel liebt, aber kein Fleisch (mehr) mag, greift zu Produkten aus Soja, Erbsen und Weizen, die mit „vom freundlichen Pflanzenhuhn“, „Better than Schnitzel“ oder „wie'n Schnitzel“ sein sollen. Doch halten die handtellergroßen Veggieschnitzel in Paniermehl, was sie versprechen?

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Gut jedes dritte Produkt kommt dem Klassiker sehr nahe, so das Ergebnis in der Zeitschrift „test“ (Ausgabe 04/2023), die insgesamt 18 Veggies unter die Lupe nahm. Vor allem die Testsieger „Vegane Mühlen Schnitzel“ (3,30 Euro für 2 Stück) und „Vegane Mühlen Cordon Bleu“ (3,30 für 2 Stück) von Rügenwalder punkten bei der Stiftung Warentest mit knuspriger Hülle und saftigem Innenleben - ähnlich einem panierten Hähnchenschnitzel.

Gut, wenn ähnlich einem Schnitzel

Das trifft auch für die Veggies „Mein Veggie Tag Vegane Schnitzel Klassik“ (2,39 Euro/2 Stück) von Aldi, „Vegane Schnitzel Hähnchen Art“ von Garden Gourmet (3,20/2 Stück) und das „Vegane Mühlen Cordon Bleu“ von Rügenwalder zu, die ebenfalls mit „gut“ abschneiden. Auf dieses Gesamturteil kommt auch „Vegane Wie'n Schnitzel“ von The Vegetarian Butcher (3,20 Euro/2 Stück), allerdings schmeckt es ähnlichem einem Schnitzel aus Schweinefleisch.

Dem Klassiker weniger ähnlich, aber auch „gut“: „dennree Vegetarische Schnitzel“ von Denn's Biomarkt (2,49/2 Stück) sowie „Vegane Schnitzel“ von Netto Marken-Discount (2,49/2 Stück).

Was die Tester stört

Veggieschnitzel seien zwar klimaschonend, aber nicht gerade kalorienarm. Das ist nicht nach dem Geschmack der Tester und liegt an der Panade, die beim Vorfrittieren Fett aufsaugt. So besteht jedes zweite getestete Produkt zu 35 Prozent aus Panade, in zwei Fällen waren es sogar 50 Prozent. Zudem störten bei einigen Veggies Schadstoffe, die etwa beim Raffinieren der Öle oder Vorfrittieren entstehen, sowie einmal ein zu hoher Aluminiumgehalt.