Schutz vor dem Vielfraß

Schnecken mögen nicht jeden Salat

Salaträuber: Hobbygärtner ärgern sich oft über Schnecken im Gemüsebeet.

Salaträuber: Hobbygärtner ärgern sich oft über Schnecken im Gemüsebeet.

Foto: dpa

Hobbygärtner und Schnecken sind Gegner. Einer verliert im sommerlichen Traditionskampf seinen Salat, der andere sein Leben. Dabei könnten sie gut nebeneinander auskommen - wenn der Gärtner was abgibt.

Neustadt/Weinstraße. Selbst Schnecken sind Gourmets. Sie mögen manche Salatblätter lieber als andere - was die Pflanzentscheidung zu einer tierfreundlichen Maßnahme in der Bekämpfung der kleinen Tiere macht.

Aber die Gartenakademie Rheinland-Pfalz betont auch: Schnecken verschmähen einige Salatsorten nur dann, wenn sie daneben ausreichend anderes schmackhaftes Futter finden. Daher lautet der Rat, verschiedene Salatsorten zeitgleich im Gemüsebeet anzubauen - für sich selbst dann vor allem solche, die für die Schnecken weniger attraktiv sind, und für die Schnecken Ablenk- und Ködersalate.

Die Farbe: Dunkle oder rötliche Blätter wie die vom Pflücksalat Lollo rosso, Rucola und Eichblattsalat verschmähen Schnecken eher. Auch der Feldsalat wird seltener verspeist. Geliebt wird von Schnecken stattdessen der helle Kopfsalat.

Das Aroma: Der leicht bittere Geschmack des Endiviensalates schützt ihn vor den Tieren, Totalausfälle der Ernte sind hier ganz selten. Ob auch beim Feldsalat der Geschmack eine Rolle für den Verzicht der Schnecken spielt oder eher doch die Farbe, ist unbekannt, so die Gartenexperten.

Die Blätter: Schnecken stürzen sich lieber auf Pflanzen, deren flache Blätter nah am Boden wachsen. Diese bieten ihnen auch Unterschlupf. Daher werden aufrecht wachsende Salate wie der Romana später oder seltener angefressen. Außerdem, so die Gartenakademie, verschmähen Schnecken eher die gezähnten Blätter von Pflücksalaten.

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