Verbraucher

Stiftung Warentest: Gute Lidl-Matratze für nur 100 Euro

Seitenschläfer, Rückenschläfer – die Frage, wer die Nacht wie verbringt, ist wichtig für den Kauf der Matratze.

Seitenschläfer, Rückenschläfer – die Frage, wer die Nacht wie verbringt, ist wichtig für den Kauf der Matratze.

Foto: istock / iStock

Die Stiftung Warentest hat 14 Matratzen getestet. Ein Testsieger kommt von Lidl für nur 100 Euro. Für wen die Matratze geeignet ist.

Berlin.  Für den guten Schlaf muss es nicht die sündhaft teure Luxus-Matratze sein. Eine gesunde Nachtruhe gibt es auch zum kleinen Preis, wie der aktuelle Matratzen-Test der Stiftung Warentest zeigt. 14 Schaumstoffmatratzen mit den Maßen 90 mal 200 Zentimeter hat sie untersucht, fünf schnitten gut ab. Darunter auch das Modell Meradiso von Lidl für nur 100 Euro. Die Matratze ist für die Tester der Preis-Leistungs-Sieger.

Insgesamt bewerteten die Warentester neun Modelle mit „befriedigend“ und fünf mit „gut“.

Stiftung Warentest: Lidl-Matratze für alle Körpertypen geeignet

Meradiso teilt sich den Gesamttestsieg mit der MFO VitaSan für 247 Euro. Beide Modelle sind für alle Körpertypen geeignet. Dabei unterscheidet Stiftung Warentest vier Typen: von großen, schweren Menschen bis hin zu kleinen und leichten mit jeweils unterschiedlichen Körperformen.

Nur eine Einschränkung machen die Tester bei dem Lidl-Modell: Für große, schwere Menschen – den sogenannten H-Typen – die in Rückenlage schlafen, ist das Modell nur mäßig geeignet.

Matratzen-Test: Zwei teurere Modelle werden schnell weicher

Die hinteren Plätze belegen zwei der teureren Modelle: Schlaraffia Highway 180 Comfeel plus (Note 3,2) und Musterring Orthomatic Relax KS (Note 3,5) für jeweils 299 Euro. Abzüge gab es unter anderem für die Haltbarkeit der Modelle.

Um das zu überprüfen, wurden die Matratzen von einer 140-Kilo-Walze tausendfach durchgewalkt. Auch die Materialermüdung durch nächtliches Schwitzen haben die Tester untersucht. Beim Schwitz-Test verlor die Schlaraffia mehr als 25 Prozent ihrer Härte. Das Modell Musterring gab rund ein Drittel nach, beim Walzen wurde die Matratze mehr als 40 Prozent weicher. Laut Stiftung Warentest droht so die berühmte Liegekuhle mit Folgen wie Rückenschmerzen.

Rat: Matratzen unbedingt probeliegen

Grundsätzlich sei eine teure Matratze nicht unbedingt besser als eine billige, betonen die Warentester, die bereits seit vielen Jahren Matratzen testen. Modelle für mehrere Tausend Euro hätten in vorigen Tests nicht besser abgeschnitten als solche für 100 Euro. Das haben frühere Tests ergeben: So gut sind die Matratzen von Bett1, Emma und Co.

Um die für einen individuell beste Matratze zu finden, sollten Verbraucher unbedingt probeliegen, raten die Experten. Denn hart ist nicht gleich hart und auch das Material der Matratzen spiele für den persönlichen Komfort eine wichtige Rolle.

Trotzdem rät Stiftung Warentest nicht vom Online-Kauf ab, denn viele Hersteller bieten inzwischen bis zu 100 Tage Umtauschrecht. Auch ausgepackte Matratzen darf man zurückschicken. Verbraucher sollten vor dem Bestellen jedoch Versandbedingungen prüfen, so die Tester. Und sie raten: „Kaufen Sie mit Bedacht: Viele zurückgegebene Matratzen werden verbrannt, nur wenige weiterverwendet.“ Auch interessant: Was das Matratzen-Urteil für Kunden bedeutet

Den gesamten Test und auch die Ergebnisse früherer Untersuchungen gibt es kostenpflichtig unter: www.test.de