Berlin. Gelingt der „Deutschlandpakt“ in der Asylpolitik? Ampel, Union und Länder müssen jetzt ein Signal senden. Sonst profitiert nur die AfD.

Es klingt wie eine politische Beziehungskomödie, ist aber bitterer Ernst: Ende September empfiehlt Friedrich Merz dem Kanzler, die Grünen aus der Koalition zu werfen, um in der Asylpolitik voranzukommen. Vier Wochen später greift Markus Söder die Idee auf und schlägt Scholz eine große Koalition mit der Union als Juniorpartner vor. Zwei Tage darauf legt er nach: Das Ehrlichste seien jetzt Neuwahlen, findet der CSU-Mann. Merz seinerseits trifft in dieser Zeit den Kanzler zum Abendessen – und erzählt nachher, dass es „ganz gut“ gewesen sei, sonst gehe es aber nicht voran im Ringen um eine gemeinsame Linie bei der Migration.