Ukraine-Krieg

Engpass: Amerika gehen Raketen für die Ukraine aus

Dirk Hautkapp
Biden bittet US-Kongress um 33 Milliarden Dollar für die Ukraine

Biden bittet US-Kongress um 33 Milliarden Dollar für die Ukraine

US-Präsident Joe Biden hat beim Kongress zusätzliche 33 Milliarden Dollar zur Unterstützung der Ukraine im Krieg gegen Russland beantragt: "Die Kosten dieses Kampfes sind nicht billig. Aber vor Aggression zu kapitulieren wäre teurer", sagt der US-Präsident.

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Die USA liefern die meisten Panzerabwehrraketen an die Ukraine. Doch ihr Bestand sinkt rapide. Das Wiederauffüllen würde Jahre dauern.

Washington. Schultergestützte Panzerabwehrwaffen vom Typ Javelin und mobile Stinger-Luftabwehrraketen sind nach Überzeugung von Militärexperten ursächlich dafür verantwortlich, dass die Ukraine im Angriffskrieg Russlands bisher wirksam Widerstand leisten konnte.

In Amerika, mit bisher 7000 Stück Hauptlieferant dieser Waffen, zeichnet sich aber akut ein massiver Engpass ab, der den Kongress und das Weiße Haus alarmiert.

USA: Raketen-Bestände um ein Drittel gesunken

Nach Angaben des demokratischen Senators Richard Blumenthal sind die Javelin-Bestände des US-Militärs durch die Lieferungen an die Ukraine um rund ein Drittel gesunken. Das Wiederauffüllen dauere 32 Monate. Senator Jack Reed erklärte, auch die eigene Verteidigungsbereitschaft sei in Zweifel gezogen. Gregory Hayes, Chef des Rüstungskonzerns Raytheon, sagte Produktionsprobleme bis 2024 voraus. Es fehle an Komponenten für die Herstellung der Raketen.

Im Parlament wird darum der Ruf lauter, Präsident Joe Biden möge ein aus dem Korea-Krieg stammendes Kriegswirtschaftsgesetz aktivieren, das die Produktion bestimmter Rüstungsgüter priorisieren würde. Es wird damit gerechnet, dass Biden in der nächsten Woche beim geplanten Besuch des Rüstungskonzerns Lockheed in Alabama eine entsprechende Ankündigung macht.

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Dieser Artikel ist zuerst auf waz.de erschienen

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