IS-Terror

Wie US-Präsident Donald Trump auf den Hund kam

US-Präsident Donald Trump nutzte einen Effekt seines Vorgängers Barack Obama für die Erklärung eines Anti-Terrorschlags - einen Hund.

US-Präsident Donald Trump nutzte einen Effekt seines Vorgängers Barack Obama für die Erklärung eines Anti-Terrorschlags - einen Hund.

Foto: Alex Brandon / dpa

Kuriose Erklärung zum Aufspüren des IS-Terroristen Al-Bagdadi: Ein Hund war dabei. Klingt nach Barack Obama und Osama bin Laden.

Hamburg/Washington. Die Geschichte klingt so skurril, dass man sie nicht glauben mag. Und gerade US-Präsident Donald Trump hat mit seinen populistischen Reden, Hass-Posts bei Twitter und Fake News nicht wirklich zur Glaubwürdigkeit seiner Politik beigetragen. Doch nun hat er offenbar in Anlehnung an die spektakulärste Aktion seines Vorgängers Barack Obama sich daran erinnert, dass Tiere und Kinder im Zusammenhang mit der medialen Darstellung von Politik immer gehen. Man kann es auch so sagen: Trump ist auf den Hund gekommen.

Donald Trump bei Twitter

Wie Obama, der im Jahr 2011 Al-Kaida-Chef Osama bin Laden aufspüren und töten ließ, weil dieser für die Anschläge des 11. September 2001 in New York und Washington verantwortlich war, führte Trump jetzt einen Hund als Helden in die gezielte Tötung eines Top-Terroristen ein. So soll der Hund, dessen Namen nicht verraten, dessen Bild aber vom Weißen Haus veröffentlicht wurde, eine entscheidende Rolle bei der Jagd nach dem Chef der Terrormiliz IS gehabt haben, Abu Bakr Al-Bagdadi.

US-Hund verfolgte Top-Terroristen des IS

Der Hund soll Al-Bagdadi bei einem Militäreinsatz in Syrien bis zu dessen Tod verfolgt haben. Der Terrorist hat offenbar eine Sprengstoffweste gezündet. Al-Bagdadi und drei seiner Kinder sind offenbar durch die Explosion gestorben. Der Hund wurde verletzt.

So dürfte dieser Hund des amerikanischen Militärs zum Helden im Kampf gegen die islamistische Terror-Miliz Islamischer Staat werden. Der Hund habe bei dem Einsatz gegen Al-Bagdadi einen „tollen Job“ gemacht, erklärte US-Präsident Donald Trump am Montag über Twitter. Aber nicht einmal die Hunderasse werde bekannt gegeben.

Barack Obama und der Hund, der half, bin Laden zu finden

Nach der Kommandoaktion der Amerikaner gegen bin Laden im pakistanischen Abbottabad im Jahr 2011 hatte Obama sogar später den daran beteiligten Hund gestreichelt, einen belgischen Schäferhund namens „Cairo“, hieß es später in Medienberichten. Wie viel davon wahr ist und was erfunden, wird in Teilen militärisches Geheimnis bleiben. Aus der Aktion gegen bin Laden wurde sogar ein Kinofilm von Kathryn Bigelow: „Zero Dark Thirty".