Politik

Skepsis in den USA, Hoffnung in der Ukraine

Gemischtes Echo Kremlsprecher Dmitri Peskow reagierte trocken auf das Jamaika-Aus : „Wir wünschen eine möglichst schnelle und erfolgreiche Beendigung des Koalitionsprozesses“. Russlands Präsident Wladimir Putin trete traditionellerweise für beiderseitig vorteilhafte Beziehungen ein. Hinter den Kulissen herrscht aber auch in Moskau Rätselraten darüber, wie es in Deutschland weitergeht. Die Ukraine hofft hingegen auf eine weitere Amtszeit von Kanzlerin Angela Merkel. Der außenpolitische Berater von Präsident Petro Poroschenko, Konstantin Jelisieiev, lobte Merkels Rolle im Ukraine-Konflikt: „Der einzige europäische Führer, der einen Unterschied machte und Einfluss auf den unberechenbaren Putin hatte, ist Merkel“, sagte Jelisieiev dieser Zeitung. In den USA macht man sich Sorgen über die Stabilität in Deutschland. „Neuwahlen sind möglich, aber im Establishment gibt es Befürchtungen, dass die extreme Rechte davon profitieren könnte“, schreibt die „New York Times“. Und: „Der Abbruch der Gespräche hat Merkel weiter geschwächt.“