Politik

Stärken und Schwächen des Hamburger Kita-Systems

Hamburg hebt sich in einiger Hinsicht von den anderen Bundesländern ab. So ist schon seit 2014 eine fünfstündige Betreuung inklusive Mittagessen für alle Kinder bis zur Einschulung kostenfrei – bundesweit einmalig.

Die Zahl der betreuten Kinder in Kitas und Tagespflege steigt auch daher rasant an: von rund 56.000 Kindern im Jahr 2007 auf rund 83.000 Kinder in 2016. Im Krippenbereich (unter drei Jahre) werden mittlerweile 46 Prozent aller Kinder betreut, im Elementarbereich (drei bis sechs Jahre) fast 100 Prozent – das ist in Westdeutschland Spitze.

Die rote Laterne hat Hamburg in einem anderen Vergleich: In den Krippen kommen 5,1 Kinder auf eine Erzieherin – mehr als in jedem anderen Bundesland im Westen und auch mehr als im Bundesschnitt (1:4,3). Daniel Oetzel (FDP) kritisiert das und weist daraufhin, dass der Senat selbst den Schlüssel sogar mit 1: 5,6 angibt. Im Elementarbereich kommen 9,0 Kinder auf eine Erzieherin – etwas besser als der Bundesschnitt (1:9,2).

Philipp Heißner (CDU): "Satt und sauber statt frühkindlicher Bildung ist das Prinzip des rot-grünen Senats bei der Kinderbetreuung. Selbst Pinneberg setzt deutlich mehr Erzieher ein als Hamburg."

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