US-Insel Guam wappnet sich gegen Atomangriff

Guam. US-Präsident Donald Trump hat der zum amerikanischen Hoheitsgebiet gehörenden und von nordkoreanischen Raketen bedrohten Pazifikinsel Guam einen wirtschaftlichen Aufschwung vorhergesagt.

In einem Telefonat mit Guams Gouverneur Eddie Baza Calvo, das dieser auf Youtube veröffentlichte, sicherte Trump der Insel seine volle Unterstützung zu. „Wir stehen 1000-prozentig hinter Ihnen. Sie sind sicher. Wir werden großartige Arbeit leisten, sorgen Sie sich um nichts“, so Trump. Der Insel sagte Trump eine große Zeit voraus: „Überall auf der Welt spricht man über Guam. Ihr Tourismus wird sich verzehnfachen, ohne dass Sie dafür etwas ausgeben müssen.“ Der Gouverneur antwortete: „Wenn das alles hier beendet ist, werden wir 110 Prozent Auslastung haben“. Die Gefahr eines nuklearen Angriffs kam in dem Gespräch überhaupt nicht vor.

Guam ist vom Tourismus und dem dort stationierten US-Militär abhängig. 160.000 Menschen leben auf der Insel. Ihnen hatte der Gouverneur vor dem Wochenende geraten: „Geht raus, habt Spaß, genießt die Strände.“

Seit Freitag sind die Inselbewohner auch mit Sicherheitshinweisen für den Fall eines Atomangriffs aus dem 3500 Kilometer entfernten Nordkorea versorgt. Demnach sollen sie Wasservorräte und Essen horten. Es heißt auch: „Schauen Sie nicht in den Lichtblitz oder Feuerball, das könnte Sie blind machen.“ Zudem sollten die Menschen im Falle eines Angriffs „Schutz hinter irgendetwas Geeignetem“ suchen. „Legen Sie sich flach auf den Boden und bedecken Sie Ihren Kopf. Es kann 30 Sekunden oder länger dauern, bis die Druckwelle Sie trifft.“ Auch wird geraten: „Ziehen Sie Ihre Kleidung aus, damit sich radioaktives Material nicht verbreitet.“