Berlin

AfD: Streit in der Partei hat geschadet

Berlin. Für die AfD war das Ergebnis in Schleswig-Holstein das schlechteste seit rund einem Jahr. Grund dafür war nach Angaben von Parteivize Alexander Gauland der Streit in der Partei um den richtigen Kurs und um den Thüringer AfD-Chef Björn Höcke. Auch kämen derzeit weniger Flüchtlinge nach Deutschland. „Ich habe aber keine Sorge, dass uns das Thema Flüchtlinge verlassen wird“, sagte Gauland am Montag in Berlin. Es kämen weiterhin Menschen über das Mittelmeer. Die AfD werde sich weiter als Oppositionspartei präsentieren: „Wir sind die populistische Partei. Darauf bin ich stolz“, so Gauland.

Der Spitzenkandidat in Schleswig-Holstein, Jörg Nobis, sagte, der Wahlkampf der AfD sei massiv behindert worden. Plakate seien sofort abgerissen worden, Veranstaltungen hätten nur unter Polizeischutz stattfinden können. Nobis kritisierte einen Aufruf von SPD-Landeschef Ralf Stegner, „Positionen und Personal“ der AfD zu „attackieren.“ Ihr Ziel, in den zwölften deutschen Landtag einzuziehen, hat die AfD aber erreicht. Parteichef Jörg Meuthen sagte, man werde am kommenden Sonntag in Nordrhein-Westfalen ein besseres Ergebnis erreichen als die knapp sechs Prozent in Schleswig-Holstein. „Im Bund legen wir noch einmal eine Schippe drauf“, sagte Meuthen. Seine hochschwangere Co-Vorsitzende Frauke Petry trat gestern in Berlin nicht auf, sie ließ sich „aus gesundheitlichen Grünen“ entschuldigen. „Wir wünschen ihr für die Geburt alles Gute“, sagte Meuthen.

( phn )