Jerusalem

Britin stirbt nach einer Messerattacke in Jerusalem

Jerusalem.  Während der religiösen Feierlichkeiten zum Karfreitag in Jerusalem hat ein palästinensischer Attentäter eine Britin mit einem Messer lebensgefährlich verletzt. Die Frau starb kurz darauf, wie das zuständige Krankenhaus mitteilte. Der Attentäter hatte sie laut israelischer Polizei in der Nähe der Altstadt in der Straßenbahn angegriffen. Der Mann sei festgenommen worden.

Bei dem Opfer handelt es sich laut Polizei um eine 25-jährige Studentin aus Großbritannien. Der 57-jährige Täter aus Ost-Jerusalem könnte laut Polizei nach ersten Erkenntnissen psychisch krank sein. Nach Informationen des israelischen Inlandsgeheimdiensts hat der Täter im Krankenhaus nach dem Angriff versucht, Selbstmord zu begehen. 2011 war er bereits wegen sexuellen Missbrauchs seiner Tochter verurteilt worden.

In der Altstadt gedachten Tausende Pilger des Todes Jesus Christi am Kreuz. Sie gingen in Prozessionen der Kirchen über die Via Dolorosa. Viele Menschen trugen dabei auf dem Weg zur Grabeskirche Holzkreuze, um das Leiden Jesu nachzuempfinden. Israels Staatspräsident Reuven Rivlin verurteilte den Angriff. „Der Terror wird niemals unsere Leben hier zerstören“, sagte er in Jerusalem. Tausende würden derzeit in die Altstadt strömen.

2017 fällt nicht nur das Osterfest der westlichen Kirchen und der orthodoxen Kirchen zusammen, sondern auch das jüdische Pessach-Fest. Dabei erinnern die Juden an den Auszug des Volkes Israel aus Ägypten.

( dpa )