Athen

Lesbos: Unruhen nach Brand im Flüchtlingscamp

Athen. Tragödie in einem Flüchtlingslager auf der griechischen Insel Lesbos: Bei einem Brand sind zwei Menschen ums Leben gekommen, zwei weitere wurden lebensgefährlich verletzt. Ursache des Feuers war offenbar ein Unglücksfall. Gegen 22.30 Uhr brach ein Feuer in einem der Zelte aus. Rasend schnell verbreiteten sich die Flammen in dem Lager. Hunderte Familien leben nun unter freiem Himmel.

Das Feuer brach aus, als eine 60-jährige Frau Essen auf einem Flüssiggas-Kocher zubereiten wollte. Zeugen berichteten, der Gasbehälter sei explodiert. Die aus dem Irak stammende Kurdin und ihr Enkelkind kamen ums Leben. In verschiedenen Teilen des Lagers, in dem rund 4500 Menschen leben, brachen Unruhen aus. Die Polizei setzte Tränengas gegen die Randalierer ein.

In einem bulgarischen Aufnahmezentrum sind nach heftigen Ausschreitungen etwa 400 Menschen festgenommen worden. An dem Aufruhr in dem Camp nahe der türkischen Grenze hätten sich etwa 2000 Migranten beteiligt, sagte eine Polizeisprecherin. Sie hätten Steine auf Polizisten geworfen und Autoreifen angezündet. Die Polizei setzte Wasserwerfer ein. Die Migranten dürfen wegen Krankheitsfällen das Lager derzeit nicht verlassen.