Berlin

Tödliche Polizeigewalt gegen Schwarze

Berlin.  In den vergangenen Jahren wurden Schwarze in den USA immer wieder von Polizisten getötet. Ein Überblick:

Falcon Heights, Juli 2016: Ein Polizist schießt bei einer Fahrzeugkontrolle mehrfach auf einen 32-Jährigen. Dieser stirbt später im Krankenhaus.

Baton Rouge, Juli 2016: Ein auf dem Boden liegender 37-jähriger Afroamerikaner wird von zwei Polizisten aus nächster Nähe angeschossen.

North Charleston, April 2015: Bei einer Verkehrskontrolle wird der Afroamerikaner Walter Scott von einem Polizisten erschossen. Er feuert dem Fliehenden fünfmal in den Rücken.

Baltimore, April 2015: Polizisten nehmen einen Afroamerikaner wegen des Besitzes eines illegalen Messers fest. Sie fesseln ihn und hieven ihn in einen Polizeitransporter. Während der Fahrt bricht seine Wirbelsäule. Eine Woche später stirbt er. Es kommt zu schweren Krawallen.

Los Angeles, März 2015: US-Polizisten töten einen afroamerikanischen Obdachlosen mit mehreren Schüssen, als dieser bereits am Boden liegt.

Miami, Februar 2015: Ein angeblich geistig verwirrter Mann wird von einem Polizisten erschossen, weil er ihn mit einem Besen angegriffen haben soll.

Phoenix, Dezember 2014: Ein Familienvater wird nach einer Polizeikontrolle erschossen, weil er seine Hand nicht aus der Hosentasche nahm. Darin waren Tabletten, keine Waffe. Es kommt zu einer landesweiten Protestwelle.

Cleveland, November 2014: Der 12-jährige Tamir Rice wird von einem Polizisten erschossen, weil dieser seine Spielzeugpistole für echt hält.

Ferguson, August 2014: Nach einem Handgemenge wird der 18-jährige Afroamerikaner Michael Brown auf einer Straße von einem Polizisten erschossen.

New York, Juli 2014: Der asthmakranke Afroamerikaner Eric Garner wird in einem Haltegriff mutmaßlich von Polizisten gewürgt und getötet.