Polizeieinsatz

Datenleck: LKA-Ermittler durchsuchen Berliner AfD-Zentrale

Die AfD-Spitze um Chefin Frauke Petry geht von einem internen Maulwurf aus – nicht von einem Hacker-Angriff.

Die AfD-Spitze um Chefin Frauke Petry geht von einem internen Maulwurf aus – nicht von einem Hacker-Angriff.

Foto: Bernd von Jutrczenka / dpa

Persönliche Daten von Tausenden AfD-Mitgliedern wurden an eine linksradikale Webseite verraten. Ermittler fahnden nach dem Maulwurf.

Berlin.  Wie die „Bild“-Zeitung berichtet, durchsuchen Ermittler des Landeskriminalamtes seit Wochenbeginn die Berliner Parteizentrale der AfD. Es gebe noch keine heiße Spur, allerdings gingen die Fahnder nicht von einem Hacker-Angriff aus, heißt es. Mit anderen Worten: Ein interner Maulwurf muss die Daten von AfD-Mitgliedern, die sich für den Parteitag am 1. Mai in Stuttgart angemeldet hatten, an die linksradikale Seite „linksunten.indymedia.org“ verraten haben.

Aufgrund des Datenlecks waren im Internet Namen, Mailadressen und Telefonnummern von Teilnehmern im Netz aufgetaucht. Nach deren Veröffentlichung seien AfD-Mitglieder bedroht worden, teilte die Partei mit.

Der AfD-Sonderbeauftragte für das Datenleck, Julian Flak, kündigte an, die Partei werde „konsequent gegen alle vorgehen, die gestohlene Daten unserer Mitglieder verbreiten“. (BM)