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Syrerin von Brüdern getötet – „Familienehre“ mögliches Motiv

hanau. Eine 30-jährige Syrerin ist in Hessen erstochen worden – unter dringendem Tatverdacht stehen ihre beiden 21 und 26 Jahre alten Brüder, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Die Syrer wurden am Freitag in Rheinland-Pfalz im Zuge der Fahndung nach ihnen festgenommen. Die Ermittler halten einen kulturellen Hintergrund als Motiv für möglich – dabei könnte es um eine vermeintlich verletzte Familienehre gehen. Ermittelt wird wegen Totschlags. Die genauen Umstände, die zu der Bluttat führten, sind aber noch unklar. Der 26-Jährige war in einer Flüchtlingsunterkunft in Gelnhausen untergebracht.

In der Wohnung der Frau war es am Donnerstagabend offenbar zu einem Streit gekommen. Die 30-Jährige wurde von sieben Messerstichen getroffen. Zwei der Stiche gingen in den Hals, zwei in den Brustbereich. Den Angaben zufolge war die junge Frau im vierten oder fünften Monat schwanger.

Der Ehemann des Opfers erlitt bei der Auseinandersetzung leichte Verletzungen. Das syrische Paar lebte seit Sommer 2015 in der Wohnung.