Berlin

Familienministerin schwanger – aber sie will keine Elternzeit

Berlin.  Das Familienministerium muss demnächst eine Weile ohne seine Chefin auskommen. Jedoch nur wenige Wochen – wie Ministerin Manuela Schwesig betont. Die 41-Jährige erwartet voraussichtlich im März ihr zweites Kind. Das sei allerdings für sie kein Grund, ihren Job als Ministerin zu vernachlässigen. „Es ist immer ein Spagat, wie in anderen Familien auch“, sagte die SPD-Politikerin.

Beruf oder Karriere? Die Frage habe sie mit ihrem Mann Stefan gemeinsam und pragmatisch beantwortet: Sie hat beim ersten Kind pausiert, nun sei er an der Reihe. „Es ist für uns beide selbstverständlich, dass wir berufstätig sind und beide im Beruf bleiben“, betont die Ministerin.

„Mir geht es gut, mir geht es prima“, betonte sie bei einem Termin am Dienstag immer wieder. Sie warb gemeinsam mit Schulkindern für sichere Schulwege. Sie sei sehr glücklich, sagte sie knapp. Besonders über die vielen Glückwünsche. Die kamen auch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die ihr im Bundestag gratulierte, und weiteren Kabinettsmitgliedern. Die Neuigkeit über den Schwesig-Nachwuchs hätten die Kollegen jedoch erst am Dienstagmorgen erhalten. „Das ist ja nichts, was man in einer Kabinettssitzung bekanntgeben muss“, sagte die Politikerin.