Wien

Unter den Bundesländern ist die Verteilung der Flüchtlinge umstritten

Wien.  Österreich ist – gemessen an der Einwohnerzahl – eines der begehrtesten Zielländer für Flüchtlinge in Europa. Mehr als 7500 Menschen suchten dort allein im Juni Zuflucht. Ein großes politisches Problem ist die Verteilung von Flüchtlingen in den einzelnen Bundesländern. Nur drei der neun Bundesländer – Wien, Niederösterreich und Vorarlberg – erfüllten zuletzt die vereinbarten Quoten. Schlusslicht ist das Burgenland an der Grenze zu Ungarn. In einigen Ländern und Kommunen gibt es Widerstand dagegen, Flüchtlinge aufzunehmen. Vereinzelt gab es auch fremdenfeindliche Proteste.

Die rechte FPÖ spielt das Flüchtlingsthema groß und schwimmt landesweit auf einer Popularitätswelle. Es gibt aber in Gemeinden auch Solidaritätsbekundungen und Hilfsaktionen aus der Bevölkerung. Über die nationale Flüchtlingsförderung finanziert die Alpenrepublik unter anderem Betreuungs- und Beratungsprojekte für Asylbewerber.