USA

Merkel nimmt Gottschalk und Klinsmann mit zu Obama

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Kommende Woche erhält die Kanzlerin die Freiheitsmedaille in den USA. In Washington trifft sie Obama und Außenministerin Clinton

Berlin. Kanzlerin Angela Merkel reist am Montag zum sechsten Mal in ihrer Amtszeit in die USA. In Washington trifft Merkel mit US-Präsident Barack Obama und Außenministerin Hillary Clinton zusammen. Höhepunkt der dreitägigen Reise ist die Verleihung der Freiheitsmedaille („Medal of Freedom“) an die CDU-Politikerin auf einem Staatsbankett. Merkel, die vom halben Kabinett und Ehemann Joachim Sauer begleitet wird, hat dazu prominente Verstärkung eingeladen: Erwartet werden unter anderem Thomas Gottschalk und Jürgen Klinsmann.

Neben dem Entertainer Gottschalk und dem früheren Fußball-Nationaltrainer Klinsmann – der aktuell als Berater des kanadischen Vereins Toronto FC tätig ist – hat die Kanzlerin zu dem Staatsbankett auch die deutsche Autorin und Regisseurin Freya Klier und den Fotografen Andreas Mühe, Sohn des verstorbenen Schauspielers und Oscar-Preisträgers Ulrich Mühe, gebeten, wie es in Regierungskreisen hieß. Merkel wird auf der Reise von Außenminister Guido Westerwelle, Wirtschaftsminister Philipp Rösler (beide FDP), Verteidigungsminister Thomas de Maizière, Finanzminister Wolfgang Schäuble (beide CDU) und Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) begleitet. An politischen Themen stehen unterem Afghanistan, der Nahe Osten, Iran und Wirtschaftsfragen auf der Tagesordnung. Die „Medal of Freedom“ ist die höchste zivile Auszeichnung der Vereinigten Staaten. Der Orden in Form eines fünfzackigen goldenen Sterns wird seit 1945 an Menschen verliehen, die sich in besonderer Weise für die Interessen der USA, den Weltfrieden oder für bedeutende kulturelle oder sonstige Belange eingesetzt haben.

Bei der offiziellen Verleihung am 15. Februar, an der Merkel nicht teilnahm, würdigte Obama, die in der DDR aufgewachsene Merkel habe selbst Hürden überwunden, um schließlich die erste ostdeutsche und erste deutsche Kanzlerin überhaupt zu werden. „Für Amerika gehören Merkel und das Land, das sie vertritt, zu unseren engsten Verbündeten“, sagte Obama. Merkel ist die zweite Deutsche, die den Preis bekommt. Ex-Kanzler Helmut Kohl (CDU) hatte ihn 1999 erhalten. Auch die Schauspielerin Marlene Dietrich wurde 1947 mit dem Orden ausgezeichnet, damals hatte die gebürtige Deutsche aber schon die amerikanische Staatsbürgerschaft angenommen. 1963 bekam der in Aachen geborene Architekt Ludwig Mies van der Rohe die Medaille überreicht – auch er war zu diesem Zeitpunkt bereits zum amerikanischen Staatsbürger geworden.

Zu den jüngsten Preisträgern gehörte auch der frühere US-Präsident George H. W. Bush, dem Obama für insgesamt 70 Jahre Dienst für sein Land dankte. Auch der ehemalige Basketball-Star Bill Russell, der Unternehmer Warren Buffet, der Cellist Yo-Yo Ma und der Künstler Jasper Jones wurden gewürdigt. (dapd)

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