Podcast "Schmeckt's"

Hamburger Expertin: „Es gibt einen starken Trend zum Reis“

Lesedauer: 2 Minuten
Angelika Hillmer und Jan-Eric Lindner

Angelika Hillmer und Jan-Eric Lindner sprechen mit Expertin Franziska Heidenreich über eine unterschätzte Beilage.

Hamburg. Reis wird in Deutschland noch immer unterschätzt. Das sagt Franziska Heidenreich, Produktmanagerin von Euryza, im Abendblatt-Podcast „Schmeckt’s?“.

Das Unternehmen knüpft an eine lange Hamburger Tradition im Reisgeschäft an, es betrieb bis 2012 die Reismühle auf der Peute, die bereits 1909 ihren Betrieb aufnahm. Gemessen am asiatischen Reiskonsum von 120 Kilogramm im Jahr sei der deutsche Pro-Kopf-Verbrauch von sechs Kilo eher bescheiden. „Aber es gibt einen starken Trend zum Reis.

Reis ist ein globales Nahrungsmittel

Er ist in Deutschland angekommen, man kocht wieder mehr zu Hause“, sagt Heidenreich. Natürlich helfe die zunehmende Beliebtheit der asiatischen Küche, inklusive Sushi und Bowls“. Viel Reis lande aber auch in Fertiggerichten. Reis ist ein globales Nahrungsmittel: Um die 10.000 Sorten gibt es, die gängigsten Sorten bei Euryza seien der Basmatireis, der Mittelkornreis für Risotto und der Rundkornreis als klassischer Milchreis.

„Hinzu kommen Wildreis, Vollkornreis, roter Reis aus Frankreich – eine bunte Mischung“, sagt die Reisfachfrau. Ist der Reis von seinen harten Hüllblättern, der Spelze, befreit, kann er im gereinigten Zustand als Vollkorn- oder Naturreis auf den Tellern landen. Er hat dann noch die Silberhaut, in der die Vitamine und Mineralstoffe stecken.

Reis kochen mit der Quellmethode

Alternativ werden die Körner in der Reismühle geschält. Heidenreich: „In mehreren Schichten wird die Haut abgeschliffen und am Ende poliert. Dann hat man ein schönes langes Korn mit einer glatten Oberfläche, den weißen Reis. Er ist der meistverzehrte.“ Dritte Variante ist das Parboiled-Verfahren: Direkt nach der Ernte wird der Reis mit heißem Wasserdampf unter Druck gesetzt. Dadurch wandern die hochwertigen Bestandteile der Außenhaut in das Korn. Anschließend wird er getrocknet und in den Abnehmerländern geschält und poliert. Das Endprodukt ist leicht gelblich und wird beim Kochen weiß.

Heidenreich verkocht Reis mit der klassischen Quellmethode: eine Tasse Reis und die doppelte Menge Wasser in den Topf geben. Einmal aufkochen und dann auf Stufe eins ziehen lassen. „Man kann beim Reiskochen nicht viel falsch machen“, sagt sie. „Ich koche sehr viele Risottos. Und auch klassischer Milchreis mit Zimt und Zucker geht immer.“