Entscheider treffen Haider

Hamburger verraten: So kann jeder ein Influencer werden

Lara Daniel und Christoph Kastenholz haben 60.000 Influencer in ihrer Kartei.

Lara Daniel und Christoph Kastenholz haben 60.000 Influencer in ihrer Kartei.

Foto: PULSE Group

Im Podcast Entscheider treffen Haider: Lara Daniel und Christoph Kastenholz über Geheimnisse der neuen Stars im Internet.

Das sagen Lara Daniel und Christoph Kastenholz im Podcast „Entscheider treffen Haider“ über ...


… den Begriff Influencer:
„Influencer heißen nicht überall Influencer. In Asien werden sie Key Opinion Leader genannt, übersetzt Meinungsführer. Das sind Menschen, die für etwas Bestimmtes stehen. Solche Menschen hat es immer schon gegeben. Neu ist, dass sie ihre Klientel direkt erreichen, dass sie eine Reichweite mitbringen – und dafür nicht zum Beispiel einen TV-Sender brauchen. Influencer demokratisieren die Medien, weil heute jeder eine Reichweite aufbauen kann.“


… das Geheimnis erfolgreicher Influencer:
„Die meisten Influencer sind nicht Influencer geworden, weil das ihr Berufswunsch war oder weil sie mit dem, was sie veröffentlichen, Geld verdienen wollten. Die meisten der heute erfolgreichen Influencer sind über die Liebe zu einem bestimmten Thema groß geworden. Man muss etwas haben, für das man sich wirklich begeistert und über das man authentisch berichten kann. Und man muss sehr viel arbeiten, 24 Stunden, sieben Tage die Woche. Wenn du diese Leidenschaft nicht hast, wird es nichts werden. Du musst ständig online sein, du musst sehr viel von dir preisgeben.“


… die wichtigsten Plattformen:
„Man denkt ja, das seien Facebook und Twitter. Aber für Influencer funktioniert Instagram sehr viel besser, dasselbe gilt für YouTube. Und drum herum gibt es noch viele Plattformen, die man nicht vernachlässigen sollte: Twitch zum Beispiel, eine Plattform, auf der man Menschen zusieht, wie sie Computerspiele spielen. Oder Linkin und Xing, die für Business-Kontakte relevant sind.“


… die Glaubwürdigkeit:
„Wir arbeiten in unseren Kampagnen nur mit Influencern zusammen, die ehrlich Fan der Marke sind, um die es geht. Wenn jemand beispielsweise Werbung für H & M machen will, dann geht das nur, wenn er vorher schon mal Klamotten von denen getragen hat und das auch privat tut. Marken müssen sich Influencer aussuchen, die zu ihnen passen, und umgekehrt. Sonst funktioniert das nicht. Die Follower merken schnell, wenn ein Influencer nur so tut, als würde er ein bestimmtes Produkt gut finden.“


… die Kosten für Werbebotschaften:
„Das beginnt bei einigen Hundert Euro, und kann bis zu Zehntausenden oder Hunderttausenden Euro für einen Post gehen. Am Ende ist entscheidend, wie viele Menschen ein Influencer tatsächlich mit einer bestimmten Werbebotschaft erreicht.“


… die Frage, ob man vom Influencer-Sein leben kann:
„Wir haben 60.000 Influencer in unserer Kartei, und die meisten können davon leben. Wobei die nicht alle Millionäre sind, sondern sehr unterschiedliche Einkünfte erzielen. Grundsätzlich kann man sagen, dass man mindestens 100.000, besser 200.000 Follower braucht, um davon leben zu können. Idealerweise baut man dann eine langfristige Kooperation mit einer oder mehreren Marken auf.“