Warnstreiks: GDL-Sprecher rät Bahnkunden zur Geduld

Dienstag früh steht die Bahn

Wer am Dienstagmorgen mit der Deutschen Bahn fahren will, muss warten können.

Mannheim/Mainz. Nach den ersten Warnstreiks bei der Bahn am Montag hat die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) für Dienstag auch für Rheinland-Pfalz "erhebliche Behinderungen" angekündigt. Lokführer, Zugbegleiter und weitere Bahnmitarbeiter seien bundesweit dazu aufgerufen, zwischen 5 und 9 Uhr die Arbeit niederzulegen, sagte der GDL-Vorsitzende des Bezirks Süd-West, Volker Drexler, am Montag in Mannheim. Auch in Rheinland-Pfalz sei daher mit gravierenden Einschränkungen zu rechnen

Bereits am Montag hatten die Gewerkschaft Deutscher Bundesbahnbeamten und Anwärter (GDBA) und die Arbeitnehmervertretung Transnet zu Warnstreiks aufgerufen. Rheinland-Pfalz war von den Zugausfällen und Verspätungen nach Auskunft der Bahn jedoch nur am Rande betroffen. GDBA und Transnet kündigten weitere bundesweite Warnstreiks für Dienstag an. Die genauen Orte sollten am Montagnachmittag bekannt gegeben werden.

GDL-Sprecher Drexler riet den Bahnkunden für Dienstag "viel Geduld" mitzubringen, da auch nach 9 Uhr noch mit einem Chaos zu rechnen sei. "Der Reisende wird sich nicht auf seinen Fahrplan verlassen können."

Mit den bundesweiten Warnstreiks wollen GDBA und Transnet ihrer Forderung nach sieben Prozent mehr Geld für die Bahn-Beschäftigten Nachdruck verleihen. Ziel der Lokführergewerkschaft ist ein eigenständiger Tarifvertrag für Lokführer, Zugbegleiter und das Servicepersonal in den Zügen. Die Löhne und Gehälter müssen nach dem Willen der GDL um bis zu 31 Prozent erhöht werden.