Krawall-Fans auf dem Kiez

Großeinsatz nach HSV-Spiel – Polizei sucht Zeugen

Polizisten auf dem Kiez (Archivbild).

Polizisten auf dem Kiez (Archivbild).

Foto: Michael Arning

Ostersonnabend gegen 22 Uhr wurde die Polizei alarmiert, weil Fans des HSV und des FC Erzgebirge Aue auf dem Kiez randalierten.

Hamburg. Nach dem Heimspiel des HSV gegen den FC Erzgebirge Aue (1:1) am Ostersonnabend waren Fans beider Vereine auf dem Kiez aneinandergeraten und hatten für einen stundenlangen Großeinsatz von Landes- und Bundespolizei gesorgt. Dabei wurde ein Beamter von einem Unbekannten durch Tritte gegen den Kopf verletzt. Die Polizei sucht jetzt nach Zeugen, die Hinweise zu dem Täter geben können.

Laut Polizei wurden die Einsatzkräfte gegen 22 Uhr alarmiert, weil Personen im Bereich Davidstraße/Friedrichstraße randalierten. Die eintreffenden Polizisten forderten aufgrund der Menge der aggressiven Fußballfans rasch Verstärkung an, auch die Bundespolizei und zwei auf Festnahmen gewalttätiger Personen spezialisierte Beweissicherungs- und Festnahmeeinheiten waren im Einsatz. Insgesamt wurden mehr als 100 Beamte benötigt, um die Situation zu bereinigen.

Randalierer wurden im HVV-Bus abtransportiert

Auslöser war eine Auseinandersetzung zwischen etwa 90 Anhängern von Erzgebirge Aue und rund 20 HSV-Fans im Bereich der Friedrichstraße. Die HSV-Fans erhielten im weiteren Verlauf der Nacht Verstärkung, ihre Zahl wuchs auf etwa 50 an. Beim Eintreffen der Polizei verbündeten sich die ehemaligen Feinde teilweise und griffen die Beamten an. Dabei flogen auch Flaschen und Pyrotechnik. Laut Lagedienst der Polizei wurde zudem versucht, bereits in Gewahrsam genommene Fans wieder zu befreien.

Erst nach vier Stunden konnte der Einsatz beendet werden. 32 Aue-Randalierer wurden in Gewahrsam genommen, zwei weitere festgenommen, fünf HSV-Fans kamen ebenfalls in Gewahrsam. Die zahlenmäßig überlegenen Auer wurden in einem HVV-Bus abtransportiert, die HSV-Anhänger in Streifenwagen. Beide Gruppen wurden zu unterschiedlichen Wachen gebracht, um weitere Auseinandersetzungen zu verhindern. Ein Polizeibeamter wurde durch einen Unbekannten verletzt. Ihm wurde bei der Festnahme eines Randalierers von einer weiteren Person gegen den Kopf getreten. Der 43-Jährige wurde leicht verletzt.

Die Polizei beschreibt die Täter wie folgt: "Die Personen waren überwiegend stark alkoholisiert, sehr aggressiv und verbal kaum steuerbar."