Hamburg

Neue Fotofahndung nach 66 mutmaßlichen G-20-Gewalttätern

G20: Plünderer und Randalierer zogen am 7. Juli 2017 durch das Hamburger Schanzenviertel.

G20: Plünderer und Randalierer zogen am 7. Juli 2017 durch das Hamburger Schanzenviertel.

Foto: Markus Scholz / picture alliance / Markus Scholz/dpa

Die schweren Ausschreitungen beim G20-Gipfel liegen mehr als eineinhalb Jahre zurück. Jetzt geht die Polizei erneut in die Offensive.

Hamburg. Die Polizei verfolgt die Randalierer und Plünderer des G-20-Gipfels weiter mit voller Härte: Nach mehr als eineinhalb Jahren nach den schweren Ausschreitungen in Hamburg ist am Mittwoch eine fünfte Öffentlichkeitsfahndung gestartet worden, wie die Polizei mitteilte. Die Ermittlungsgruppe „Schwarzer Block“ veröffentlichte Fotos von 66 bislang unbekannten Tatverdächtigen, darunter fünf Frauen. Die abgebildeten Personen stehen im Verdacht, während des Gipfeltreffens im Juli 2017 Straftaten von erheblicher Bedeutung begangen zu haben.

Bei den vier vorherigen Öffentlichkeitsfahndungen – die ersten Bilder wurden im Dezember 2017 publik – wurden Fotos von 334 Personen veröffentlicht. Nach Angaben der Polizei konnte bislang rund ein Drittel (106 Personen) identifiziert werden.

Polizei bittet um Mithilfe der Bevölkerung

Auch bei der aktuellen Öffentlichkeitsfahndung wurde jede einzelne Fotofahndung auf Antrag der Staatsanwaltschaft von einem Amtsrichter genehmigt. Voraussetzung ist, dass zuvor alle milderen Mittel zur Identifizierung der Personen ausgeschöpft wurden. Nun bittet die Polizei um Mithilfe aus der Bevölkerung. Wer Hinweise zu den Tatverdächtigen geben kann, wird gebeten, sich unter der Rufnummer 040/4286-76543 an das Hinweistelefon der Ermittlungsgruppe „Schwarzer Block“ oder an jede Polizeidienststelle zu wenden.

G20: Hier geht es zu den aktuellen Fahndungsbildern

„Nach wie vor gelingt es uns, aus den umfangreichen Bild- und Videoaufzeichnungen Bilder von Tatverdächtigen zu generieren“, sagte Polizeipressesprecher Timo Zill. „Auch gegen diese Personen werden wir die strafrechtlichen Maßnahmen erfolgreich umsetzen. Wir sind optimistisch, weitere Tatverdächtige identifizieren zu können.“

Bei der Aufarbeitung der Geschehnisse rund um den G20-Gipfel werden bislang mehr als 3500 Ermittlungsverfahren geführt, davon mehr als 800 Verfahren gegen rund 900 namentlich bekannte Beschuldigte.