Hamburg

Amsinckstraße: Familienvater stirbt bei schwerem Unfall

Der 40-Jährige wollte die Fahrbahn mit seiner Ehefrau überqueren. Ein Auto erfasste das Pärchen frontal. Zeugen gesucht.

Hamburg. Es ist bereits der fünfte Verkehrsunfall mit einem Toten in diesem Jahr, wieder ist ein Fußgänger gestorben: Am Donnerstagabend gegen 19 Uhr wollten ein 40 Jahre alter Mann und seine 38 Jahre alte Ehefrau die Amsinckstraße in Höhe des Mittelkanals überqueren, um in Richtung der dortigen Bushaltestelle zu gehen – obwohl die Ampel für sie rot zeigte. Ein Entschluss mit tragischen Folgen.

Der Fahrer eines Volvo aus Dänemark konnte nicht mehr bremsen und erfasste das Pärchen frontal. Beide wurden durch die Luft geschleudert. Die Frau erlitt schwerste Verletzungen, schwebt aber nach Angaben der Polizei nicht mehr in Lebensgefahr. Dem 40-Jährigen konnten die Rettungskräfte nicht mehr helfen. Das Paar hat zwei Kinder, die bei dem Unfall nicht dabei waren. Die Polizei sucht nun nach Zeugen.

Familienvater stirbt vor Ankunft in Klinik

Nach Angaben der Feuerwehr hat der Familienvater durch die heftige Kollision ein Polytrauma und schwere Kopfverletzungen erlitten. Als die Einsatzkräfte vor Ort eintrafen, war der Mann nicht mehr ansprechbar und wurde bereits durch Ersthelfer versucht zu reanimieren. "Im weiteren Verlauf wurde versucht, den männlichen Patienten unter laufenden Reanimationsmaßnahmen, notarztbegleitet, mit einem Rettungswagen in eine nahegelegene Klink der Maximalversorgung zu befördern", teilte die Feuerwehr am Freitag mit.

Doch der 40-Jährige erlag noch vor Ankunft in der Klinik seinen schweren Verletzungen. Anschließend transportierte der Rettungswagen den Leichnam ins Institut für Rechtsmedizin.

Polizei sucht nach Zeugen

Der 40-jährige Fahrer des Volvo erlitt einen schweren Schock und musste ebenfalls ins Krankenhaus gebracht werden. Die Amsinckstraße war am Abend stadteinwärts im Bereich der Unfallstelle bis 21.04 Uhr voll gesperrt, die Polizei leitete den Verkehr über den Nagelsweg ab. Auch in der Gegenrichtung kam es zu Verzögerungen.

Die Polizei sucht nun nach Zeugen, die Angaben zu dem Unfall machen können. Hinweise nehmen der Verkehrsunfalldienst Süd (VD 4) unter der Rufnummer 040/4286-54961 oder jede Polizeidienststelle entgegen.

80-Jähriger bei zweitem Unfall lebensgefährlich verletzt

Bereits am späten Donnerstagnachmittag war ein 80-Jähriger bei einem Verkehrsunfall in der Vogt-Kölln-Straße in Stellingen schwer verletzt worden: Der Mann, der in Begleitung seines Hundes unterwegs war, überquerte die Straße unvermittelt. Ein 22 Jahre alter Pkw-Fahrer, der in Richtung Niendorfer Gehege unterwegs war, konnte eine Kollision nicht mehr verhindern. Der Rentner kam mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus, der Hund blieb unverletzt.

Erst am Mittwoch war eine 66-Jährige bei einem Verkehrsunfall in Jenfeld ums Leben gekommen, sie wurde von einem Müllwagen überrollt.

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