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Crop aus Bild: Cornelia Schwertner eine der beiden Finanz-Startup Gründerinnen Cornelia Schwertner (li) an den Landungsbrücken fotografiert

Crop aus Bild: Cornelia Schwertner eine der beiden Finanz-Startup Gründerinnen Cornelia Schwertner (li) an den Landungsbrücken fotografiert

Foto: Michael Rauhe / Michael Rauhe / FUNKE Foto Services

Cornelia Schwertner hat mit „Brygge“ ein Start-up gegründet, das den Umstieg aufs Online-Banking erleichtern soll.

Soziale Teilhabe für alle. Auch in der Wirtschaft. Das wünscht sich Cornelia Schwertner. Die 40 Jahre alte Hamburgerin hat deshalb mit „Brygge“ ein Start-up gegründet, das den Umstieg aufs Online-Banking erleichtern soll.

Geboren im Harz, ist Cornelia Schwertner die Erste aus ihrer Familie, die studiert und schließlich Geschäftsführerin eines erfolgreichen IT-Unternehmens und Zahlungsinstituts wird. Doch digitale Teilhabe sollte kein Privileg sein, findet Schwertner. Deshalb hat sie im vergangenen Jahr ihren sicheren Job an den Nagel gehängt und gegen die Selbstständigkeit eingetauscht. Durch ihre eigene Biografie sei der Hamburgerin klar geworden, „dass Personen manchmal auf der Stelle treten, weil ihnen Möglichkeiten gar nicht bewusst sind oder ihnen Vorbilder fehlen, die ihnen Mut machen“. Um dem entgegenzuwirken, setzt sich die Gründerin in ihrer Freizeit ehrenamtlich für Chancengleichheit ein. Als Mentorin bei dem Förderprogramm „Netzwerk Chancen“ vermittelt Schwertner jungen Erwachsenen ein erweitertes Netzwerk sowie Kontakte zu Arbeitgebern. Doch auch die Wirtschaft sollte sich der Gründerin nach um soziale Aufsteiger bemühen, um durch neue Perspektiven soziale Innovationen voranzutreiben.

Ihre Energie und Motivation für all das zieht die Gründerin am liebsten aus Konzertbesuchen – vornehmlich Indie –, wie sie verrät.

( mhs )

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