Meinung
Menschlich gesehen

Christoph von Riegen: Trecker-Protest

Der Obstbauer demonstrierte mit vielen Kollegen gegen den geplanten Anschluss der Alten Süderelbe an die Tideelbe.

Hamburg. Was er geworden wäre, wenn nicht Obstbauer? Christoph von Riegen lacht: Was anderes als Obstbauer – unmöglich! Wie sein Vater und der Großvater arbeitet der 28-Jährige mit großer Leidenschaft auf dem Familienbetrieb im Alten Land.

Und weil ihm der Beruf so viel bedeutet, demonstrierte er gestern mit vielen Kollegen auf Treckern in der City gegen den geplanten Anschluss der Alten Süderelbe an die Tideelbe. Dieses Projekt, sagt Christoph von Riegen, gefährde wegen möglicher Überschwemmungen auch sein Land. Auf seinem Hof hat er sich auf Äpfel- und Kirschbäume spezialisiert.

Eine Arbeit, die es in sich hat: Die Bäume werden von Hand beschnitten, in der Erntezeit arbeitet von Riegen bis zu zwölf Stunden pro Tag. Manchmal gehören auch Nachtschichten dazu. Und selbst im Winter ist viel zu tun: Dann verkauft von Riegen Weihnachtsbäume. Derzeit erwarten er und seine Frau ihr erstes Kind – ein Mädchen. Vielleicht, so hofft er, wird es später einmal in seine Fußstapfen treten.

( le )

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