Meinung
Menschlich gesehen

Klaus Besslich: Im Waschsalon

Besslich betreibt fünf Salons in Hamburgs Norden. Nun fragt er sich, ob er wegen Corona bald schließen muss.

Hamburg. Klaus Besslich (63) kennt die Wäschereien in Hamburg wie kaum ein anderer. Nie hat er damit gerechnet, dass die Branche einmal so leiden könnte wie im Corona-Jahr. Dass sein Geschäft kurz vor dem Aus stehen könnte, war für ihn unvorstellbar. Sein halbes Leben lang hat er die Maschinen vieler Betreiber gewartet oder technische Hilfe angeboten.

Vor zehn Jahren wechselte er die Seiten und kaufte einem Kunden dessen Waschcenter-Kette ab. Seitdem betreibt Besslich fünf Salons in Hamburgs Norden. „Das war ein gutes Angebot”, sagt er. So gut, dass er ein Jobangebot in der Schweiz ablehnte. Außerdem wollte der Reinbeker nicht wegziehen. Nun fragt er sich, ob er bald schließen muss. „Corona wirft uns mächtig weit zurück”, sagt er. In drei, vier Monaten werde das Geld knapp, und im Juli müsse er sich entscheiden. Fest steht: In Rente möchte er 2021 noch nicht gehen, frühestens im kommenden Jahr. Er hofft, dass das Geschäft bald wieder normal läuft und der Umsatz zwei Drittel höher ausfällt.

( lak )

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