Meinung
Menschlich gesehen

Sven Ulreich ist der bescheidene HSV-Meister

HSV-Torhüter Sven Ulreich menschlich gesehen

HSV-Torhüter Sven Ulreich menschlich gesehen

Foto: ValeriaWitters / Witters

Der 32 Jahre alte Torhüter übernahm nach dem Tod seines Vaters früh Verantwortung. Heute hat Ulreich selbst zwei Kinder.

Mit dem FC Bayern München hat Sven Ulreich alles gewonnen, was man gewinnen kann. Fünf deutsche Meisterschaften, dreimal den DFB-Pokal und in diesem Jahr sogar die Champions League. Auch wenn er meist nur die Nummer zwei hinter Manuel Neuer war, könnte der neue HSV-Torhüter über den Dingen schweben. Doch wer den 32 Jahre alten Schwaben im Gespräch erlebt, lernt einen bodenständigen Familienvater kennen, der mit dem Leben als Fußballstar gar nicht so viel anfangen kann.

Weil Ulreich schon als Zwölfjähriger seinen Vater verlor, übernahm er in seiner Familie für seine kleine Schwester früh Verantwortung. Heute hat er mit seiner langjährigen Frau Lisa selbst zwei Kinder (Marisa und Len). Sobald der 1,92 Meter große Torwart seine Karriere beendet, wollen sie zurück nach Stuttgart ziehen. Und auch dort wird er lieber mit dem Hund durch die Wälder ziehen als in der Königstraße shoppen zu gehen.

Bis dahin hat Ulreich aber noch ein großes Ziel: mit dem HSV aufsteigen und in der Bundesliga nicht in die schwäbische Heimat nach Heidenheim fahren, sondern zu seinem VfB Stuttgart.

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