Meinung
Menschlich gesehen

Hanno Maack: Der Kunst-Öffner

Der Agent erdachte unter anderem für Udo die „Rockliner“-Touren und danach die „Full Metal Cruise“ für die ganz Harten.

Hamburg.  „Du wirkst so, als gäbe es die Pandemie gar nicht“, bekommt Hanno Maack öfter zu hören. Auf dem Weg zum Büro – er ging einmal ums Haus – ersann der Agent nun die solidarische Lockdown-Aktion „Unser Schaufenster für Eure Kunst“: Bei Restaurants wirbt der ausgebildete Telekommunikationselektroniker um Ausstellungsraum für Künstler.

Im erlernten Beruf hat der 50-Jährige nie gearbeitet. Er wurde Roadie, reiste als Techniker mit Sängern und Bands, „von Marianne und Michael bis Rammstein“, sagt er. Bei Lindenberg blieb er als Produktionsmanager hängen – und machte sein Ding: Maack erdachte für Udo die „Rockliner“-Touren, die Mutter aller Event-Kreuzfahrten, danach die „Full Metal Cruise“ für die ganz Harten, ehe er mit Helene Fischer in seichteres Fahrwasser geriet.

Ohne eine starke Frau wie seine Nicole indes könne er die „ganzen Spinnereien“ nicht machen. In „Billenese“, wie Maack den grünen Stadtteil Öjendorf gleich neben Billstedt in Anspielung aufs feine Blankenese nennt, schmiedet er längst neue Pläne.

( str )

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