Meinung
Menschlich gesehen

Ein Jazz-Trompeter spricht Klartext

Hannover, 17.12.2017, HCC, Kuppelsaal, Till Brönner, ein deutscher Trompeter, Sänger, Komponist, *** Hanover 17 12 2017 HCC Dome Hall Till Brönner a German trumpet singer composer

Hannover, 17.12.2017, HCC, Kuppelsaal, Till Brönner, ein deutscher Trompeter, Sänger, Komponist, *** Hanover 17 12 2017 HCC Dome Hall Till Brönner a German trumpet singer composer

Foto: Rainer_Droese / imago/localpic

Till Brönner hat in einem Video-Statement seinen Unmut über den Umgang der Politik mit der Kultur in Corona-Zeiten deutlich gemacht.

Hamburg. „Wir sind keine Minderheit“, sagt der Jazz-Trompeter Till Brönner (49) in einem oft geteilten Video-Statement auf Facebook, in dem der Wahlberliner dezidiert seinen Unmut über den Umgang der Politik mit der Kultur in Corona-Zeiten deutlich macht – nicht auf sich bezogen, sondern auf die vielen von und mit Kultur lebenden Menschen, die anders als Brönner oder die Ärzte, die jüngst in den „Tagesthemen“ zu erleben waren, kaum gehört werden.

Und Brönners Stimme hat Gewicht. Der 1971 in Viersen geborene und zunächst in Rom aufgewachsene Künstler zählt zu den wenigen seines Fachs, die den Jazz über Liebhaberkreise hinaus populär machte. Und das auch international. Vor vier Jahren war er der einzige Deutsche unter 45 Musikerinnen und Musikern, die vom damaligen US-Präsidenten Barack Obama zum „International Jazz Day“ ins Weiße Haus eingeladen wurden. Mit dabei waren auch Aretha Franklin, Herbie Hancock, Chick Corea und Sting. Da war Musik drin.