Meinung
Menschlich gesehen

Lutz Marmor hat jetzt Sendepause

Peter Wenig
Der scheidende NDR-Intendant Lutz Marmor menschlich gesehen

Der scheidende NDR-Intendant Lutz Marmor menschlich gesehen

Foto: imago images/Future Image

Aus seiner Herkunft hat Lutz Marmor (65) nie einen Hehl gemacht: „Ich bin ’ne echt kölsche Jung.“ Der Kölner hat die rheinische Tugend Geselligkeit auch in seiner Wahlheimat Hamburg stets gepflegt. Es gab in seiner zwölfjährigen Amtszeit als NDR-Intendant kaum eine wichtige gesellschaftliche Veranstaltung, bei der Marmor fehlte. „Ich bin immer ein Junge aus dem Leben geblieben“, sagt der studierte Betriebswirt.

Im Sender haben sie seine Fähigkeit, auch nach langen Feiern am nächsten Morgen hoch konzentriert wichtige Sitzungen zu leiten, oft bewundert. „Meine Eltern wollten, dass ihre Kinder noch mehr erreichen als sie“, sagt Marmor über sein Pflichtgefühl. Sein Hobby Basketball – Marmor war Spieler, Trainer und Schiedsrichter – stärkte seine Kämpfernatur: „Ich gebe niemals auf.“

Gestern Abend verabschiedeten die Gremien den Intendanten. Marmor will nun etwas wirklich Neues machen: zwei Monate Pause. Und dann reisen, Italienisch lernen und Gitarre spielen.

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