Meinung
Menschlich gesehen

Susanne Held, die Übersetzerin

Susanne Held

Susanne Held

Foto: Marcelo Hernandez / MARCELO HERNANDEZ / FUNKE Foto Services

Bei ihrer Arbeit ist sie ständig in Bewegung. Und so konnte man den Eindruck gewinnen, dass Susanne Held die Kälte nichts ausmacht. Macht es aber – denn die Bühne bei der Hamburger „Fridays for Future“-Demo war am Freitag wohl einer der zugigsten Orte in der City. Für die 50-Jährige war es aber keine Frage, dass sie auch bei der zweitgrößten Klimademo wieder aktiv dabei ist.

Die Diplomgebärdensprachdolmetscherin arbeitet seit 20 Jahren freiberuflich. Seit Kurzem ist sie auch Supervisorin und hilft Menschen dabei, in vermeintlich festgefahrenen Situationen sich selbst zu helfen. Privat macht sie gern Yoga, schwimmt oder arbeitet im Garten. Ihr ehrenamtliches Engagement für „Fridays for Future“ ist Susanne Held aber auch sehr wichtig. Und so steht sie auf der Bühne neben all den Rednern und übersetzt die Reden. „Ich tue das, weil Menschen mit Behinderung, speziell mit einer Hörschädigung, sonst keinen Zugang haben zu ehrenamtlich organisierten politischen Veranstaltungen.“ Dafür gebe es kein Budget.

Susanne Held, die mit ihrer Familie in Altona lebt, sagt: „Ich stehe für eine inklusive Gesellschaft ein. Ich möchte, dass tatsächlich alle teilnehmen können.“ Dafür friert sie dann auch mal.