Meinung
Menschlich gesehen

Cornelius Göbel ist der HSV-Fanbetreuer

Der gebürtige Lübecker kam durch seine Tante zum HSV. Karriere hätte der Sozialpädagoge auch im Handball machen können.

Am 15. Oktober hat Cornelius Göbel seinen ersten Marathon geschafft. In seiner Geburts- und Heimatstadt Lübeck lief der 35-Jährige nach 4 Stunden und 12 Minuten über die Ziellinie.

Ausdauer und Geduld muss Göbel aber vor allem in seinem Job zeigen. Als Leiter der HSV-Fanbetreuung steht der studierte Sozialpädagoge im ständigen Austausch mit den Ultra-Gruppierungen im Volksparkstadion.

Dass der Club noch in dieser Saison erstmals kontrolliert Pyrotechnik in der Arena abbrennen will, ist vor allem auch ein Vorstoß des Fanbetreuers, der als Kind von seiner Tante aus Hamburg mit zum HSV genommen wurde.

Göbel galt als großes Handball-Talent

Eine Karriere hätte Göbel auch im Handball machen können. Als Torwart bei Lübeck 1876 galt er einst als großes Talent. Doch das Studium in Freiburg kam dazwischen.

Heute lebt er mit seiner Frau und seinen vier Söhnen wieder in Lübeck und fährt jeden Tag mit dem Zug zur Arbeit nach Hamburg. Wie das geht? Jeden Morgen um 5 Uhr aufstehen und zehn Kilometer laufen. Der nächste Marathon kann also kommen.