Meinung
Menschlich gesehen

Jonas Boldt ist der HSV-Schatzsucher

Der neue Sportvorstand erweckt den Eindruck, als sei er am Hamburger Hafen aufgewachsen. Verbunden ist er der Stadt bereits.

Wer den neuen Sportvorstand des HSV, Jonas Boldt (37), reden hört, der könnte meinen, er wäre am Hamburger Hafen aufgewachsen. Stoisch gelassen, hanseatisch zurückhaltend, und nun stellt er sich auch noch in den Hamburger Sturm. Boldt weiß, dass der Wind im Volkspark von vorne weht. Doch nach 16 Jahren in Leverkusen ist der Zwei-Meter-Mann reif für eine neue Aufgabe. Raus aus der zweiten Reihe bei Bayer, rein in das Rampenlicht beim HSV.

Boldt kommt alleine nach Hamburg. Verbunden ist er der Stadt bereits. Seine große Schwester lebt hier, sein kleiner Bruder hat hier gelebt und bei Kühne und Nagel, der Firma des HSV-Investors Klaus-Michael Kühne, gearbeitet.

Helfen könnten dem ehemaligen BWL-Studenten in Hamburg auch seine Spanischkenntnisse. 2006 ging er für ein halbes Jahr nach Südamerika, baute sich ein Netzwerk auf und fand für Bayer einige Transfer-Perlen. Nichts könnte der HSV besser gebrauchen als neue (Spieler-)Schätze. Genau das ist die Aufgabe des neuen Chef-Schatzsuchers Boldt.