Meinung
Abendblatt-Autoren

Wer ist eigentlich ...Janina Dietrich

Immer montags: Der Fragebogen an die Abendblatt-Reporter, deren Namen man in der Zeitung liest. Heute: Janina Dietrich.

Ich bin Journalist geworden, weil:
Ich bei meinen Recherchen (fast) jeden Tag etwas Neues lerne und es mir Spaß macht, komplexe Sachverhalte so aufzuschreiben, dass sie jeder versteht.


Meine großen Themen sind:

Alles, was die Menschen im Kreis Stormarn bewegt, schwerpunktmäßig in Ahrensburg und Umgebung.


Ich wollte immer zum Hamburger Abendblatt, weil:

Ich hier vor zehn Jahren durch Zufall meine Liebe zum Journalismus entdeckt habe.


Drei Dinge, die ich an Hamburg und dem Norden am meisten schätze:

Die Nähe zur Ostsee, die vielen Freizeitmöglichkeiten bei jedem Wetter und die überwiegend entspannten Menschen.


Drei Dinge, die in Hamburg und im Norden besser werden müssen:

Die Bahnpreise und -verbindungen, die Sicherheit für Radfahrer und die Situation auf dem Wohnungsmarkt.

Demnächst würde ich gern mal ein Interview führen mit:

Rafael Nadal


Das wären meine wichtigsten Fragen:

Wie lange hält das Knie den Belastungen des Tennissports noch stand? Wie frus­trierend ist es, ständig pausieren zu müssen? Wie gelingt es, sich immer wieder zum Weitermachen zu motivieren?


Der interessanteste Interviewpartner, den ich bisher hatte:

Ein Schiffskapitän aus Schweden hat mir erzählt, wie schwierig es ist, durch die Arbeit auf hoher See so viele Monate von Familie und Kindern getrennt zu sein.


Die schwierigste Geschichte, die ich recherchieren musste:

In meiner Anfangszeit als Journalistin habe ich einen Gerichtsprozess gegen einen Mann begleitet, der betrunken eine junge Frau (so alt wie ich damals) auf der Autobahn 1 totgefahren hat. Das hat mich emotional sehr berührt.


An diese Geschichte von mir denke ich gern zurück:

Die Berufsfeuerwehr in Schleswig-Holstein hatte beklagt, dass so viele Bewerber den Sporttest nicht schaffen. Ich habe ihn als Selbstversuch mitgemacht. Die Übungen waren schwieriger als gedacht.


Das spannendste Ereignis, bei dem ich als Journalist dabei sein durfte:

Der G7-Gipfel in Lübeck.


Im letzten Leserbrief, den ich bekommen habe, ging es um:

Die Frage, ob die Sportplätze in Ahrensburg im Zentrum bleiben oder ins Gewerbegebiet verlagert werden sollten. Es gab sehr viele emotionale Leserbriefe zu beiden Sichtweisen.

Im Hamburger Abendblatt lese ich am liebsten:

Porträts und Reportagen


Wenn ich etwas anderes beim Hamburger Abendblatt machen könnte, dann wäre ich gern:

... als Sportredakteur bei Olympischen Sommer- und Winterspielen sowie bei Grand-Slam-Turnieren im Tennis dabei.


Neben dem Hamburger Abendblatt lese ich zum Beispiel folgende Zeitungen/Zeitschriften:

Spiegel Online, „Bild“, „Runner’s World“, „Lübecker Nachrichten“


Die sozialen Medien sind für mich:

... mal unterhaltsam, mal anstrengend


Meine größte Leidenschaft ist:

Sport: aktiv am liebsten Tennis und Laufen; passiv alles von American Football über Wintersport bis Fußball.


Im Moment lese ich folgendes Buch:

Immer mal wieder in „Das große Laufbuch“ von Herbert Steffny zur Motivation und Vorbereitung auf meinen zweiten Marathon.


Meine Lieblingsplätze in Hamburg sind:

Die Alster zum Laufen und die Mönckebergstraße zum Shoppen.


Das mache ich, wenn ich nicht arbeite:

Zeit mit Familie und Freunden verbringen, ganz viel Sport.


Menschen, die an der Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit von Medien
zweifeln, sage ich:

Stellen Sie sich vor, es gäbe keine Medien: Wer deckt dann Missstände auf, schaut Politikern und Amtsinhabern auf die Finger ...?


Vita:
Janina Dietrich (31) hat Medien- und Kommunikationswissenschaft in Hamburg studiert, als Pressesprecherin bei Tennis-Turnieren gearbeitet und 2009 als feste freie Mitarbeiterin beim Abendblatt angefangen. Nach einem Volontariat und weiteren Jahren bei den „Lübecker Nachrichten“ kehrte sie 2018 als Redakteurin zum Abendblatt zurück.