Meinung
Abendblatt-Autoren

Wer ist eigentlich ... Sophie Laufer?

Sophie Laufer ist Redakteurin im Hamburg-Ressort

Sophie Laufer ist Redakteurin im Hamburg-Ressort

Foto: Andreas Laible / HA

Immer montags: Der Fragebogen an die Abendblatt-Autoren, deren Namen man beinahe jeden Tag in der Zeitung liest. Heute: Sophie Laufer.

Ich bin Journalistin geworden, weil: ... es kaum einen Beruf gibt, der so spannend und vielfältig ist.


Meine großen Themen sind:
Porträts aller Art, Norddeutschland, Wassersport.


Ein Text über mich sollte mit folgendem Satz beginnen: Ich würde viel dafür tun, dass es nie einen Text über mich gibt … Ich schreibe gern über andere, stehe aber ungern selbst im Mittelpunkt.


Drei Dinge, die ich an Hamburg und dem Norden am meisten schätze: Das Wasser, das Wasser, das Wasser.


Drei Dinge, die in Hamburg und im Norden besser werden müssen: Hamburg muss aufpassen, dass es auch für die die Heimat bleibt, die vor allem das Provinzielle und Bezahlbare in der Millionenmetropole geschätzt haben.


Der interessanteste Interviewpartner, den ich bisher hatte: Immer der letzte. Jeder hat eine interessante Geschichte zu erzählen.


Die schwierigste Geschichte, die ich recherchieren musste: Die Geschichte eines verschwundenen Kleinkindes in Elmshorn. Leider wurde es nicht mehr lebend gefunden ...


An diese Geschichte von mir denke ich gern zurück: An eine Reportagereihe, für die ich mit jungen Jahren eine Woche in ein Senioren- und Pflegeheim gezogen bin. Zu Beginn war ich skeptisch, habe mich unwohl gefühlt. Doch nach einigen Tagen war ich dort zu Hause – vor allem dank der wunderbaren Senioren dort.


Das spannendste Ereignis, bei dem ich als Journalistin dabei sein durfte:
Das HSH Nordbank Blue Race, eine Segelregatta, die von New York nach Hamburg führte. Beim Start in New York dabei sein zu können, war für einen Wassersportler wie mich einfach toll.


Im letzten Leserbrief, den ich bekommen habe, ging es um:
Unzählige Leserbriefe habe ich auf einen Kommentar zur Genderisierung unserer Sprache bekommen. Es war spannend zu beobachten, was frau mit einem Leitartikel für hitzige Debatten auslösen kann.


Im Abendblatt lese ich am liebsten: Den Hamburg-Teil, die Politik-Seiten und das Wochenend-Magazin.


Wenn ich Chefredakteur des Hamburger Abendblatts wäre, ... hätte ich zu Hause ein Problem.


Die sozialen Medien sind für mich:
Eine lustige Ablenkung vom Alltag, hin und wieder Quellen für Geschichten, mehr aber auch nicht.


Neben dem Hamburger Abendblatt lese ich zum Beispiel folgende Zeitungen/Zeitschriften: „Spiegel.de“, „Bild.de“, „Welt.de“, „bunte.de“, in gedruckter Form den „Spiegel“ wirklich von vorn bis hinten, den „Stern“ und alles was mir sonst hier und da in die Hände kommt. Mittlerweile auch gern so etwas wie die „Brigitte Mom“. Das hätte ich vor einigen Jahren nicht für möglich gehalten ...


Meine größte Leidenschaft ist: Meine Familie.


Mein Lieblingsrestaurant ist: Das Tschebull, ein österreichisches Restaurant im Levantehaus.


Meine Lieblingsplätze in Hamburg sind ... Mit Kindern entdeckt man Hamburg noch einmal neu. Da werden gute Eis­läden plötzlich zum Highlight, wie das DeliKate in der Schubackstraße.
Das mache ich, wenn ich nicht für die Redaktion arbeite: Wenn ich nicht arbeite, versuche ich so oft wie möglich mit meiner Familie aufs Land und an die See zu fahren.


Menschen, die an der Unabhängigkeitund Glaubwürdigkeit von Medien zweifeln, sage ich: Ist es nicht gut, wenn es Medienmarken gibt, die die Verantwortung für die Richtigkeit der von ihnen verbreiteten Informationen übernehmen? Und ist es nicht noch besser, dass es Redaktionen gibt, die uns Lesern die Auswahl der relevanten Nachrichten abnimmt?


Sophie Laufer wurde in Elmshorn geboren. Nach dem Abitur studierte sie in Kiel Geschichte, Literatur und Englisch. Eher durch einen glücklichen Zufall landete sie in der Medienbranche, absolvierte zahlreiche Praktika, zuerst bei Zeitungen, später auch beim Fernsehen. Die 40-Jährige besuchte die Axel-Springer-Journalistenschule und ist seitdem beim Abendblatt angestellt. Zurzeit arbeitet sie in der Lokalredaktion.