Meinung
Kommentar

Mit Start-ups in die Zukunft

Hamburg muss auf junge Technologie-Firmen setzen

Es bewegt sich etwas in Hamburg. Neben dem Hafen, der etablierten Industrie mit der starken Luftfahrt, dem Tourismus und wichtigen Handelsunternehmen wird ein zartes, aber nicht unwichtiges Pflänzchen stetig größer: Immer mehr Gründer aus der neuen Hightech- und Internetwelt fassen Fuß in der Stadt. So überreichte Bürgermeister Peter Tschentscher am Mittwoch den 100. Förderbescheid der Hamburgischen Innovations- und Förderbank an ein Start-up. Zunächst hört sich die Zahl 100 gering an, doch am Ende sind diese Zuschüsse der IFB nur ein kleiner Baustein auf dem Weg Hamburgs hin zu einer noch bunteren und vielfältigen Start-up-Szene. Denn gerade die jungen, von etablierten Unternehmern lange Zeit als „Internet-Klitschen“ oder „Technik-Spinner“ verspotteten Firmen müssen ein wichtiges Standbein für die sich wandelnde Wirtschafts­metropole an der Elbe sein.

Für Hohn und Spott gibt es ohnehin schon lange keinen Anlass mehr. Wer daran zweifelt, sollte sich daran erinnern, was aus „Spinnern“ wie Facebook, Amazon, Google, Twitter oder Spotify geworden ist. Man darf hoffen, dass eines Tages eine ähnliche Idee, welche die Welt bewegen und ein Stück weit verändern wird, aus der Hansestadt kommt. Die Chancen dafür stehen nicht schlecht, denn glaubt man den Umfragen, so hat die Hansestadt gerade bei den Beschäftigten der Start-ups einen exzellenten Ruf, landet bei ihnen weltweit unter den Top Ten.

Nicht nur die Vernetzung zwischen Politik und Unternehmen wird von ihnen ausdrücklich gelobt. Als Standortvorteil für die international erfahrenen Arbeitnehmer erweist sich sogar das als niedrig (!) empfundene Mietenniveau. Denn um diese Spezialisten konkurriert Hamburg mit Metropolen wie New York oder London.

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