Meinung
Börsenwoche

Stille Tage auf dem Parkett

Heiner Schmidt

Heiner Schmidt

Foto: Andreas Laible

Hamburger Titel wenig verändert. Viele Anleger haben ihre Bücher geschlossen.

Während Deutschlands Paketboten bei der Bewältigung einer Rekordzahl von Sendungen kaum noch zu Atem kamen und der Handel am letzten vollen Verkaufstag vor Heiligabend wegen der Vielzahl von Last-minute-Geschenkekäufern einen Rekordumsatz in Höhe von 900 Millionen erwartete, kehrte an der Börse an den letzten Handelstagen vor dem Fest bereits eine recht besinn­liche Stimmung ein. Vorzeitige Weihnachtsruhe, sozusagen.

Im Leitindex DAX gab es nur noch wenig Bewegung, er hat sich seit Tagen über der Marke von 11.400 eingerichtet und seit dem Zwischentief Anfang Dezember immerhin gut zehn Prozent zugelegt. Kein Grund also für hektisches Handeln, viele Anleger hätten ihre Bücher für dieses Jahr bereits geschlossen, sagen die Händler.

Am Freitag dann gab es für die Anteilseigner der Deutschen Bank noch eine gute Nachricht: Sein umstrittenes Gebaren auf dem US-Immobilienmarkt kostet das Kreditinstitut „nur“ umgerechnet 6,9 Milliarden Euro. Ursprünglich war fast das Doppelte befürchtet worden. Die Aktie legte deutlich zu und hat seit Anfang September gut 80 Prozent an Wert gewonnen.

In einem insgesamt sehr ruhigen Umfeld veränderten sich auch die Kurse börsennotierter Hamburger Unternehmen kaum. Ob Beiersdorf, Aurubis, Jungheinrich, Evotec oder Nordex – fast durchweg waren die Kurse am Ende der Woche etwas höher als am Montag, klare Gewinner oder Verlierer aber gab es nicht. Es waren besinnliche Tage auf dem Börsenparkett.